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„Die Balalaika ist die Seele des russischen Volkes“, sagt Alexander Paperny. Der russisch-stämmige Pinneberger stellte seine Überzeugung kürzlich bei einem Heimspiel in der Rübekamphalle unter Beweis.
Zusammen mit der Akkordeonistin Natascha Böttcher und dem Kontrabassisten Andrei Stepanenko zeigte das Trio „Balalaika Nueva“, dass die russische Seele nicht nur im heimischen Liedgut ein Zuhause findet.
Die dreiseitige Balalaika harmonierte auch zu französischen Klängen a la Piaf, Bossa Nova - Rhythmen aus Rio de Janeiro und auch zu nordamerikanischen Rock. „Es gibt nur wenige Kompositionen für die Balalaika, daher haben wir viele Stücke arrangiert oder selbst geschrieben“, so Paperny.
Just die eigenen Beiträge „Samsa“ (usbekisch für Kuchen) sowie „Warmer Nebel“ waren die anspruchvollsten, spieltechnisch wie ausdrucksstark: Eine kräftige Prise nostalgischer Tango von Astor Piazzolla – Qualität mit modernem Jazz.
Traditionellere Werke hingegen spielte das Trio „Galla“ im zweiten Tei des Konzerts. Die Sängerin Galina Birioukova, Absolventin der Gnessins-Musikhochschule in Moskau, sammelt russische Folklore.
Ihr Mann Alexei Birioukov begleitete die Artistin zu den Volksliedern an der Balalaika, der Franzose und Professor am Konservatorium von Toulouse Gerard Quillier, bot den klassischen Gitarrenpart.
Alleine die Liedtitel von „Leiden“, „Morgenrot“ über „Duwai-Duwai“, mehr noch ihre temperamentvolle Darbietung, zeigten das Spektrum der russischen Musik, die plötzlich von tiefer Schwermut in überbordende Fröhlichkeit umschwenken kann.
Das Trio „Galla“ hatte sich zur Unterstützung Galinas und Alexejs Tochter Mascha auf die Bühne geholt, die einen stimmlichen Kontrapunkt zur Mutter gab.
Die etwa 80 Besucher waren nicht nur am Ende des Konzertes hingerissen von beiden Trios und spendeten bereits nach einzelnen Titeln kräftigen Applaus und lobende Bravi.
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